
Wenn man die Nutzung einer Wohnung melden, einen Eigentumsnachweis überprüfen oder ein Mietdossier übermitteln muss, bleibt oft der Reflex, sich zu bewegen oder anzurufen. Die meisten dieser Schritte können jedoch von einem Bildschirm aus verwaltet werden, vorausgesetzt, man weiß, welche Werkzeuge man verwenden und in welcher Reihenfolge. Die Online-Immobilienservices decken mittlerweile ein breites Spektrum ab, von der Katasterauskunft über die Mietverwaltung bis hin zur Einreichung von Bauanträgen.
Elektronische Rechnungsstellung und LMNP: eine Verpflichtung, die die Situation für Eigentümer verändert
Vermieter von möblierten Wohnungen (LMNP und LMP) mit einer SIREN müssen ab dem 1. September 2026 in der Lage sein, ihre Lieferantenrechnungen im strukturierten elektronischen Format zu empfangen. Diese Verpflichtung erfolgt über eine von der Regierung genehmigte Partner-Digitalisierungsplattform, einen Steuerberater oder eine kompatible Immobiliensoftware.
Konkret wird es nicht mehr ausreichen, PDFs in einem Ordner zu speichern. Das strukturierte Format erfordert eine automatisierte Verarbeitung, was bedeutet, dass man vor der Frist einen technischen Vermittler auswählen muss.
Ab dem 1. September 2027 sind die Vermieter, deren Vermietungen tatsächlich der Mehrwertsteuer unterliegen (z. B. Para-Hotellerie), zusätzlich verpflichtet, elektronische Rechnungen auszustellen. Für einen Eigentümer, der ein oder zwei möblierte Objekte verwaltet, ermöglicht die Nutzung von den Immobilienservices auf Immorise, die geeigneten Werkzeuge für diese Art von regulatorischer Anforderung zu identifizieren.
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Nutzungserklärung und Eigentumsnachweis auf impots.gouv
Der Dienst „Verwalte meine Immobilien“, der über den persönlichen Bereich auf impots.gouv zugänglich ist, zentralisiert die Erklärung zur Nutzung von Wohnungen. Diese Formalität betrifft alle Eigentümer, nicht nur Vermieter. Hier wird erklärt, wer jede Immobilie nutzt, in welcher Funktion und seit wann.
Der gleiche Bereich ermöglicht es, den Katasterplan einzusehen, einen Eigentumsnachweis anzufordern und nach Referenzimmobilientransaktionen zu suchen. Diese Dokumente wurden zuvor ausschließlich im Rathaus oder beim Grundbuchamt erhalten.
Was das Tool abdeckt und was nicht
Die Online-Registrierung funktioniert für Schenkungen und Übertragungen von Gesellschaftsrechten. Für einen klassischen Verkauf bleibt jedoch der Gang zum Notar obligatorisch. Das steuerliche Tool ersetzt nicht die notarielle Urkunde, es vereinfacht die Dokumentationsschritte im Vorfeld und im Nachgang.
- Einsehen des Katasterplans und der Parzellen, ohne Termin oder Anreise
- Anforderung eines Eigentumsnachweises direkt aus dem persönlichen Bereich
- Suche nach aktuellen Immobilientransaktionen zur Schätzung einer Immobilie vor dem Verkauf
- Jährliche Nutzungserklärung, mit Bearbeitungsfristen, die durch den Prozess Services Publics+ geregelt sind
Bauanträge online: digitaler Einreichungsprozess und Verfolgung des Dossiers
Seit kurzem ist es möglich, einen Bauantrag online einzureichen in einer wachsenden Anzahl von Gemeinden. Die dafür vorgesehene Plattform ermöglicht es, das Dossier zusammenzustellen, ergänzende Unterlagen beizufügen und den Fortschritt der Bearbeitung ohne Postversand zu verfolgen.
Für einen Eigentümer, der eine Erweiterung oder eine umfassende Renovierung plant, spart diese Digitalisierung mehrere Fahrten zum Rathaus. Die Rückmeldungen variieren in diesem Punkt je nach Gemeinde, da einige das System schneller übernommen haben als andere.
Unterlagen, die vor der Einreichung vorzubereiten sind
Das digitale Dossier erfordert die gleichen Unterlagen wie eine Papiereinreichung: Lageplan, Massstabplan, Beschreibung, Fotos der Umgebung. Der Unterschied liegt im Format. Die Dateien müssen Gewicht- und Auflösungsanforderungen entsprechen, was manchmal bedeutet, dass bestehende Pläne erneut gescannt werden müssen.
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Online-Mietverwaltung: Plattformen vergleichen, bevor man sich verpflichtet
Mehrere Online-Dienste bieten an, eine Mietimmobilie ohne traditionelle Agentur zu verwalten. Dazu gehören die Erstellung des Mietvertrags, die digitale Übergabe, die Einziehung der Mieten und die automatische Erstellung von Quittungen.
Die Wahl der Plattform hängt von der Anzahl der Immobilien und dem gewünschten Unterstützungsgrad ab. Einige Werkzeuge beschränken sich auf die Vermittlung zwischen Eigentümer und Mieter, andere decken den gesamten Zyklus ab, von der Veröffentlichung der Anzeige bis zur steuerlichen Erklärung.
- Zentralisierung der Mietdossiers: Überprüfung der Nachweise, Bewertung der Bewerbungen, konformes Archivieren
- Automatische Erstellung der Dokumente (Mietvertrag, Quittung, Abrechnung von Nebenkosten) mit regulatorischer Aktualisierung
- Dedizierter Vermieterbereich auf der Website der CAF für Eigentümer, deren Mieter Wohnbeihilfen erhalten
Agenturnetzwerk oder eigenständiges Tool
Ein Netzwerk von Immobilienagenturen bietet einen lokalen Ansprechpartner, der nützlich ist, wenn ein materielles Problem in der Wohnung auftritt. Eine eigenständige Plattform ist günstiger, setzt jedoch voraus, dass der Eigentümer die Vor-Ort-Interventionen selbst verwaltet. Für eine Immobilie, die weit von seinem Wohnsitz entfernt ist, bleibt die Kombination eines Online-Tools mit einem im Voraus identifizierten lokalen Handwerker die realistischste Konfiguration.
Die Digitalisierung der Immobilienservices beseitigt nicht alle Einschränkungen, reduziert jedoch die Anzahl der Fahrten und die Bearbeitungszeiten bei gängigen Verwaltungsverfahren. Zwischen der Nutzungserklärung auf impots.gouv, der Online-Einreichung von Bauanträgen und der digitalisierten Mietverwaltung kann ein Eigentümer den Großteil seiner Verpflichtungen von einem einzigen Arbeitsplatz aus steuern.
Der nächste Termin, den es zu beachten gilt, bleibt die verpflichtende elektronische Rechnungsstellung für Vermieter von möblierten Wohnungen, die vor September 2026 eine Werkzeugwahl erfordert.